Zentrum für Prävention & RegenerationStartseiteKontakt aufnehmen

Beruf & Alltag

Nach dem letzten Kunden: Nacken, Schultern und Hände im Friseurberuf

Föhnen, Schneiden und langes Stehen verlangen Ausdauer. Kleine Änderungen am Arbeitsplatz können wichtiger sein als der Vorsatz, einfach lockerer zu arbeiten.

Friseurin schneidet einer sitzenden Kundin im Salon die Haare.
Symbolfoto: Friseurin schneidet einer sitzenden Kundin im Salon die Haare. Foto: Kampus Production · Pexels License.

Beim Föhnen bleibt der Arm oben, beim Schneiden gehst du näher an den Kopf heran. Die nächste Kundin wartet schon. Erst beim Aufräumen merkst du, dass du die Schultern kaum noch bequem sinken lässt. Im Friseurberuf kommen viele kleine, wiederholte Belastungen zusammen.

Die BGW nennt langes Stehen, ungünstige Haltungen und unpassende Arbeitshöhen als Ansatzpunkte für die Prävention von Rücken-, Schulter- und Nackenbeschwerden. [1] Hände und Unterarme verdienen zusätzlich Aufmerksamkeit, wenn häufiges Greifen oder bestimmte Bewegungen unangenehm werden. Nicht jede empfindliche Stelle braucht dabei dieselbe Maßnahme.

Der Kundenstuhl gehört zu deiner Entlastung

Bevor du dich beim nächsten Schnitt wieder vorbeugst: Passt die Sitzhöhe noch? Manchmal wurde sie für das Waschen oder eine andere Kollegin eingestellt und danach übernommen. Eine kurze Korrektur kann dir ermöglichen, näher an der Aufgabe und mit weniger angehobenen Armen zu arbeiten.

Auch die eigene Position lässt sich prüfen. Musst du dich dauerhaft um den Stuhl herumdrehen, obwohl du einen Schritt versetzen könntest? Sind häufig benötigte Werkzeuge gut erreichbar? Welche Tätigkeiten kannst du im Sitzen erledigen, soweit der Ablauf und geeignete Arbeitsmittel das erlauben? Die BGW nennt unter anderem den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen. [1]

Es geht nicht darum, während eines vollen Samstags jede Bewegung zu kontrollieren. Wähle zunächst eine wiederkehrende Situation: zum Beispiel die Arbeitshöhe vor dem Schneiden bewusst einstellen. Eine kleine Änderung, die tatsächlich stattfindet, ist hilfreicher als eine lange Liste für irgendwann.

Hände brauchen manchmal mehr als eine Pause

Wenn Finger kribbeln, nachts einschlafen oder die Griffkraft nachlässt, solltest du die Ursache abklären lassen. Solche Beschwerden werden nicht automatisch dadurch erklärt, dass du viel mit den Händen arbeitest. Auch entzündete, rissige oder gereizte Haut gehört angesprochen, bevor Öl und Massage eingesetzt werden.

Bei einer geeigneten Regenerationsmassage können Nacken, Schulterbereich und Unterarme im Mittelpunkt stehen. Du bestimmst mit, welche Stellen berührt werden. Eine empfindliche Hand muss nicht kräftig durchgeknetet werden, damit der Termin einen Wert hat.

Forschung zur Massage gibt Hinweise auf mögliche kurzfristige Erleichterung bestimmter Beschwerden, bleibt aber je nach Fragestellung begrenzt. [2] Ein spezieller, dauerhaft nachgewiesener Effekt meines Berufsgruppen-Angebots für Friseure lässt sich daraus nicht ableiten.

Nach dem Termin interessiert mich deshalb etwas Konkretes: Fühlt sich das Anziehen angenehmer an? Kommst du abends besser zur Ruhe? Wie geht es dir beim nächsten normalen Arbeitstag? Diese Rückmeldungen helfen uns, den Nutzen einzuschätzen.

Du arbeitest den ganzen Tag aufmerksam an anderen Menschen. Für deinen eigenen Termin darfst du ebenso genau sagen, was passt und was nicht. Du brauchst weder besonders starke Beschwerden noch die Bereitschaft, schmerzhafte Griffe auszuhalten.

Quellen zum Nachlesen

  1. BGW: Gefährdungsbeurteilung im Friseurhandwerk (Deutsch)
  2. NCCIH: Massage Therapy – What You Need To Know (Englisch)

Uli Gutbrod · Überlingen

Eine Massage, die zu deinem Alltag passt.

Auf der Angebotsseite deiner Berufsgruppe findest du den passenden Einstieg. Die konkrete Anwendung stimmen wir nach deinem Befinden und deiner Belastbarkeit ab.

50 Minuten · 130 € Gesamtpreis
Rosenhag 4 · 88662 Überlingen
Ausreichend Parkplätze im Burgbergzentrum

Massageangebot für deine Berufsgruppe ansehen

Persönlichen Termin anfragen
Kontakt & TerminWhatsApp